Vernetzung

Vor allem für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und der daraus resultierenden komplexen Problemlage der Betroffenen ist eine Vernetzung psychosozialer und sozialpsychiatrischer Dienste und Hilfsangebote unbedingt notwendig.

Diese Vernetzung bezieht sich auf:

1. Kooperation und Zusammenarbeit PSD-interner Einrichtungen

Beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen den Sozialpsychiatrischen Ambulatorien und regionalen bzw. überregionalen medizinisch-rehabilitativen Einrichtungen (Wohneinrichtungen, Tagesstruktureinrichtungen); die Zusammenarbeit zwischen Behandlungseinrichtungen (SPAs) und Beratungsstellen bzw. spezifischen Behandlungs-/Betreuungseinrichtungen (z. B. Institut für Psychotherapie oder GerontoPsychiatrisches Zentrum).

2. Vernetzung zwischen Einrichtungen des PSD mit externen Einrichtungen und PartnerInnen

Die Vernetzung zwischen Einrichtungen des PSD mit externen Einrichtungen und PartnerInnen innerhalb des Gesundheitssystems (z. B.: psychosoziale und psychiatrische Facheinrichtungen, Institutionen, Behörden, VertreterInnen einzelner Interessensgruppen und Selbsthilfegruppen):

  • regionale Vernetzung  
  • überregionale Vernetzung 

Dieses Prinzip der bedarfsgerechten Kooperation und Vernetzung aller Versorgungsdienste hat folgende Ziele:

  • Gewährleistung des Zugangs zu jenen Hilfen, die benötigt werden;
  • Versorgung aller PatientInnengruppen;
  • Vermeidung von Fehlplatzierungen und langer Suche nach Hilfe;
  • Verhinderung von Doppel- und Mehrfachbetreuungen, soweit nicht notwendig;
  • Sicherstellung von Behandlungs- und Betreuungskontinuität;
  • Vermeiden von „Versorgungslücken“ durch verbesserte Koordination.

Die oben erwähnten Merkmale erfüllen darüber hinaus auf Strukturebene die Voraussetzung für die unter anderem von der WHO aufgestellte Forderung nach Gleichstellung psychisch Kranker mit somatisch Kranken im Hinblick auf bestmögliche sozialmedizinische Hilfe.