Aktuelle Leistungszahlen
In den acht Sozialpsychiatrischen Ambulatorien des PSD-Wien (SPAs) wurden im Vorjahr 6551 Personen mit mehr als
141.000 Leistungen behandelt und betreut.
Etwa 40 % aller im PSD behandelten und betreuten Menschen leiden unter einer schizophrenen Störung (Schizophrenie, schizotype oder wahnhafte Störung nach ICD-10/F2).
Dieser Personengruppe können 55 Prozent aller in den Sozialpsychiatrischen Ambulatorien erbrachten Leistungen zugeordnet werden.
Obwohl die Häufigkeit an schizophren Erkrankten innerhalb der Bevölkerung mit nur einem Prozent(!) angegeben wird, stellen sie dennoch die anteilsmäßig größte PatientInnengruppe im PSD dar. Das verdeutlicht, dass diese Menschen tatsächlich sehr umfassende und aufwändige Hilfen benötigen, und dass wir die Zielvorgaben des PSD, vor allem für schwer psychisch Erkrankte da zu sein, erfüllen.
Im Bereich Hausbesuche und mobile Dienste fielen allein in den SPAs insgesamt rund 6800 Leistungen an. Zusätzlich erbringen auch andere Einrichtungen des PSD (z. B. die Übergangspflege, oder der Soforthilfe-Verbund) zahlreiche mobile Leistungen, die gemeinsam mit oder für die PatientInnen durchgeführt werden.
Die Übergangspflege verzeichnete über 1500 Konsultationen und betreute 121 Personen beim Übergang vom stationären Bereich in die eigene Wohnung.
Das Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulatorium wurde von 269 PatientInnen in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurden 41 Kinder und Jugendliche in einem tagesklinischen Setting behandelt.
Die Leistungen des Gerontopsychiatrischen Zentrums wurden von 1.304 Personen in Anspruch genommen.
In den Tagesstruktureinrichtungen des PSD-Wien wurden im Vorjahr insgesamt über 470 Menschen betreut und begleitet.
Die MitarbeiterInnen in den therapeutischen Wohneinrichtungen unterstützten im Vorjahr 33 Personen im Bereich des therapeutischen Wohnens.
Der Liaisondienst zu Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe wurde im Vorjahr weiter ausgebaut und umfasste regelmäßige fachärztliche Kontakte zu 27 Einrichtungen in Wien. Dabei wurden 733 Personen begutachtet und 3.664 Leistungen erbracht.
Der Liaisondienst zu Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt begutachtete in den Krisenzentren der MAG ELF (Magistratsabteilung 11) 108 Kinder und Jugendliche. Dabei wurden rund 400 Leistungen erbracht.