Schizophrenie

Was ist Schizophrenie?

Die Schizophrenie ist eine schwere, meist chronisch verlaufende psychische Erkrankung mit vielfältigen Erscheinungsbildern, die mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Etwa jeder hundertste Mensch erkrankt an Schizophrenie. Dabei kommt es zu Veränderungen im Denken, der Wahrnehmung, des Gefühlslebens und des Antriebs. Entgegen weit verbreiteter Annahme haben Menschen mit Schizophrenie keine „gespaltene Persönlichkeit“. Die Ursache für die Entstehung der Erkrankung ist nicht eindeutig geklärt, aber sehr wahrscheinlich ist das Zusammenspiel von biologischer/genetischer Vorbelastung, Persönlichkeitsstrukturen und psychosozialen Umständen.

Anzeichen und Symptome

Die Schizophrenie tritt meist im jungen Erwachsenenalter erstmals auf – entweder plötzlich oder sie kündigt sich über Wochen, Monate oder sogar Jahre vorher durch Frühwarnzeichen an. Dazu zählen plötzlicher Leistungsabfall, innere Unruhe, anhaltende Schlafstörungen, Grübeleien oder unbestimmte Angst. Die Beschwerden der eigentlichen Erkrankung können sich von Person zu Person sehr unterschiedlich zeigen. Für eine akute Psychose sind folgende Symptome typisch: Halluzinationen, Wahnvorstellungen sowie Denk- und Konzentrationsstörungen. Außerdem leiden die Betroffenen unter Antriebsmangel, einer Verarmung des Gefühlslebens und der Sprache sowie sozialem Rückzug.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Mehrheit schizophrener Erkrankungen lässt sich ambulant gut behandeln. Je früher sie erkannt werden, desto besser: Denn je länger sie unbehandelt bleiben, desto negativer ist der Verlauf. Im Vordergrund steht die medikamentöse Therapie (insbesondere Neuroleptika, auch Antipsychotika genannt), die kombiniert wird mit psycho- und soziotherapeutischen Maßnahmen (insbesondere Training alltagspraktischer und sozialer Kompetenzen). Ziel ist die größtmögliche Eigenständigkeit. Dazu gehören die Bereiche Wohnen, Arbeit, Tagesstruktur und Freizeit.

Unterstützung für Angehörige und das Umfeld

Die Angehörigen können in der Behandlung und Betreuung der Betroffenen eine wichtige Rolle spielen, sind aber häufig selbst sehr belastet. Um sie bestmöglich zu begleiten, bieten wir Information, Beratung und Unterstützung in Form von Gesprächen oder Angehörigengruppen.